reisebericht argentinien und chile - in 5 wochen [Teil 1/4]
Veröffentlicht am: Februar 11, 2010
von: Ina zum Thema: Gastbeiträge |
Dies ist ein Gastbeitrag von Rike Beckmann.
nach einem grauenhaft endlosen flug von 14 stunden sind wir dehydriert wie ein oller apfel aus dem flugzeug gekrochen. lufthansa hat jetzt uebrigens noch 5 sitzreihen mehr in den flieger geschraubt und so haben wir uns schon ueberlegt lieber mit dem schiff heimzukehren, da neben den abdruecken des vordersitzes auf den kniescheiben auch das essen zu vordergruendig die geschmacksrichtung “rendite” traegt. 5 tage haben wir dann in buenos aires bei einer bekannten gewohnt, die in einem sehr antiquarem wunderschoenen haus lebt. man hatte das gefuehl, das jahr 2000 liegt noch 100 jahre vor einem, auch wenn die gluehbirne bereits erfunden war. wenn man allerdings vor die tuer trat, wusste man allerdings wieder ziemlich schnell in welcher historischen dekade man sich befindet. übrigens, meinen ehrentag habe ich zum ersten mal unter blauem himmel mit strahlendem sonnenschein verbracht und die wärme der argentinischen sommersonne genossen. zur feier des tages gab es ein asasado (barbecue)
im garten von freunden und als die leckeren steaks auf dem grill lagen, zog eine dunkle wolkenfront heran, die sich als 90 minütiger monsun entfaltete. zum steak auf dem tisch gab es ein schönes warmes fussbad -
wie bizarr! doch damit nicht genug, die vermeintlichen minigefängnisse in den großen öffentlichen parks entpuppten sich als kinderspielplätze, das wasser dreht sich verkehrt herum den abfluss hinunter, die hauptstädter haben noch mehr hunde als die berliner, aber tiere dürfen nicht in den öffentlichen verkehrsmitteln befördert werden. es gibt auch keinen zugverkehr, sondern man reist in komfortablen reisebussen mit schlafsesseln und dann ist da noch die ernährungsform: der durchschnittsargentinier isst pro jahr doppelt so viel rindfleisch wie der europäer, nämlich 100 kg pro person. demnach besteht der inhalt der einkaufswägen im supermarkt fast immer zu 50 % aus fleisch und ab und zu verirrt sich auch mal eine tomate oder ein apfel in den wagen. exotisches obst bildet hier eher die ausnahme und wenn man glücklicherweise eine mango oder eine ananas entdeckt, dann ähnelt der geschmack oft einem apfel! die frage der ernährung war für uns als „fast vegetarier“ am schwierigsten zu beantworten, obwohl ich eingestehen muss, dass fleisch in argentinien ausgesprochen lecker schmeckt und so zart ist, dass es fast scheint, als wären der faser weichmacher beigemengt.
Fotoalbum: Argentinien
Fotoalbum: Chile
Kommentare
3 Responses to “reisebericht argentinien und chile - in 5 wochen [Teil 1/4]”
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Das mit der Ernährung kenne ich, aber wie du schon sagst, das Fleisch ist sehr gut. Das war mit ein Grund warum ich in Deutschland nach der Reise dann gar kein Fleisch mehr gegessen habe und seit dem auch so gut wie Vegetarierin bin.
na, das ist doch eine gute nachricht.
ich schließe daraus, dass wir alle fleischesser nach argentinien schicken sollten, damit sie danach zurück kommen und auf die deutsche minderwertige qualität aus massentierhaltung verzichten!
wie oft warst du da?
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