reisebericht argentinien und chile in 5 wochen [Teil 3/4]
Veröffentlicht am: 17. Februar 2010
von: Ina zum Thema: Gastbeiträge |
Dies ist ein Gastbeitrag von Rike Beckmann.
nach weiteren vier tagen mendoza sind wir per bus weiter in die wahlheimat margot honeckers - santiago de chile. paul wurde schon beim passgenudel des buses schlecht und auch die grenzstation auf 4.000 m hoehe sorgte aufgrund von sauerstoffmangel im cerebrum *brumm* fuer unbehaglichkeit. die körperliche anstrengung war jedoch dank des anden panoramas schnell wieder vergessen. chile wirkt wesentlich gruener als das wuestige mendoza und santiago hat ein sehr angenehmes sympathisches flair.
am naechsten tag ging es dann leider abends per nachtbus schon weiter in den sueden chiles. nun, mit so einem 12stuendigen nachtbus kann man schonmal fahren, dennoch bin ich dafuer das naechste mal die betaeubungsration von einer halben flasche vino pro person auf eine ganze zu erhoehen. da man in den reisebussen wie im kühlschrank transportiert wird, kühl und konserviert, habe ich mir auch prompt schön einen weggeholt. paul hat sich dann auch noch den magen verdorben und lag zwei tage im bett. mit letzter kraft haben wir uns per bus bzw. kühlschrank wieder ins warme argentinien befördern lassen und waren froh wieder a zu sein.
die nächsten tage verbrachten wir in den wunderschönen voranden am 50 km langen bergsee nahuel huapi, umgeben von einem malerische bergpanorama mit schneespitzen.
die zeit vertrieben wir uns hier mit rad- und bootstouren am glasklaren wasser in sonniger bergluft. zwischendurch schlenderten wir immer wieder „versehentlich“ in die kleine fußgängerzone, um eine frisch geschmolzene heiße dunkle schokolade zu trinken, um diese danach wieder abzuwandern, zB auf einer ausflugsewanderung zum aussichtspunkte belvedere. auf meiner karte war dieser nur einen fußmarsch von ca. 1 h entfernt, in der realität jedoch entuppte sich dieser ausflug als bergwanderung, denn der aussichtspunkt lag auf dem gipfel eines 3.000ers! zu beginn machten wir noch unsere scherze getreu dem motto: „kann ja nicht mehr weit sein“, aber nachdem uns das wasser ausgegangen war, unsere mägen in den kniekehlen hingen und der „wanderweg“ von schneebrettern versperrt war, ahnten wir böses…und zwar, dass der aussichtspunkt auf dem gipfel des vor uns liegenden berges sein könnte.
So war es dann auch, aber das gefühl nach einem 3,5 stündigen steilen bergaufmarsch war überwältigend, und das zu unseren füßen liegende panorama entschädigte auch für den vertrockneten zustand einer rosine. eines haben wir zumindest daraus gelernt: es lohnt sich nach der genauen längen- und höhenangabe zu touristischen anziehungspunkten zu fragen. fortsetzung folgt…
Fotoalbum: Argentinien
Fotoalbum: Chile
Ähnliche Beiträge
Kommentare
2 Responses to “reisebericht argentinien und chile in 5 wochen [Teil 3/4]”
Einen Kommentar hinterlassen:

[…] Gastbeitrag von Rike Beckmann - Reisebericht Argentinien und Chile in 5 Wochen Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil […]
Also die Bilder lassen mich schon erahnen, wie schön es sein muss. Ihr macht es mir echt schmackhaft eine ähnliche Reise zu machen